30.09.2014

Nachruf auf Prof. Dr. Adolf Seilacher

von Dr. Hans Hagdorn

Adolf Seilacher  

24. 2. 1925 - 26. 4. 2014

Ein langes, erfülltes Leben als Paläontologe ist zu Ende gegangen: Prof. Dr. Adolf Seilacher ist am 26. April im Alter von 89 Jahren in seinem Tübinger Haus verstorben. Schwere Stürze und Operationen hatten ihn in seinen letzten Lebensmonaten so belastet, dass auch seine Schaffenskraft langsam erlosch. 26 Jahre lang hielt er den Lehrstuhl für Paläontologie an der Universität Tübingen und war nach seiner Emeritierung weitere 20 Jahre Professor an der Yale University in New Haven, USA. Professor Seilacher hat wie kein anderer deutscher Paläontologe seiner Zeit diese Wissenschaft geprägt und dafür höchstes internationales Ansehen gewonnen.

Geboren wurde Adolf Seilacher - Dolf, wie Verwandte und Freunde ihn nannten - am 24. Februar 1925 in Stuttgart und wuchs in Gaildorf am Kocher auf, wo der Vater die Seilacher´sche Neue Apotheke führte. Früh schon faszinierten ihn die Versteinerungen, doch war das Fossil-Dorado der Schwäbischen Alb mit dem Fahrrad etwas zu weit entfernt, genauso wie der Muschelkalk kocherabwärts. So blieb nur der Keuper. Die Vitriolgrube beim Hägersbach, wo in den 1830er Jahren die riesigen Mastodonsaurus-Schädel ausgegraben wurden, war mehr als 100 Jahre später zwar längst Geschichte und selbst das Bergwerk war nicht mehr zu finden. Zu finden gab es aber in der Gaildorfer Bank über dem Schilfsandstein im Eisbachtal allerhand kleine Wirbeltierreste. Und so wurden neu entdeckte Zähne von altertümlichen Süßwasserhaien Gegenstand erster paläontologischer Arbeiten, bevor der Krieg den 18-Jährigen zur Marine und zum Minensuchen auf See führte. In seinem Tagebuch vermerkte der Bedheimer Privatpaläontologe Hugo Rühle von Lilienstern am 14. Mai 1944: "Vom Kadetten Seilacher erhielt ich eine großartige Arbeit über Muschelkalk- und Keuper-Elasmobranchier. Auf der Paläontologischen Tagung 1939 hatte der 13-jährige Junge sich mir angeschlossen und war selig, dass ich ihm zu allen Veranstaltungen Zutritt vermittelte. Nun sitzt er oben in Murmik."

Damals war in Deutschland die Ichnologie schon eine etablierte Disziplin der Paläontologie und so nimmt es nicht Wunder, dass Dolf Seilacher, heil aus dem Krieg zurückgekehrt, gleich nach Beginn des Studiums in Tübingen von den Wirbeltieren bei Friedrich von Huene zu den Invertebraten wechselte, und 1951 mit einer Arbeit über Spurenfossilien bei Otto Schindewolf promoviert wurde. Seine programmatischen Studien zur Paläoichnologie, mit denen Seilacher eine bahnbrechende ethologische Klassifizierung vorlegte, schlossen neben dem heimischen Material schon die 1952 im Kambrium der Salt Range in Pakistan gefundenen Trilobitenspuren ein. Bei allem Wandel der Fragestellungen und der Forschungsobjekte zeichnete sich damit schon eine durchgängige Struktur ab: Feste Verankerung in der Heimat und in ihrem vertrauten Fossilschatz, verbunden mit ausgreifendem Suchen in der Fremde. Und diese Kreise sollten immer weiter und immer dominanter werden. Standbein und Spielbein, wechselseitiges Verstehen des Fremden aus dem Vertrauten und neues Sehen des Vertrauten durch die Anschauung des Fremden. 1957 habilitierte er sich über Sphinctozoen, dann kam eine Dozentur in Frankfurt, 1961 eine erste Professur in Göttingen, und 1964 in Tübingen der Lehrstuhl von Schindewolf und seinen Vorgängern Hennig, Koken, Pompecki und Quenstedt, den er bis 1990 innehatte. Schon 1960 setzte mit zwei Jahren Assistenzprofessur an der Universität Bagdad eine lange Reihe von Gastprofessuren in aller Herren Ländern ein, in Baltimore und Moskau, in Argentinien und Malaysia, Neuseeland und Jordanien, China und Benin, in Japan, Spanien und Kanada, und immer wieder in den USA, wo die Paläontologie seit langem einen herausragenden Stellenwert hat. Adolf Seilachers Forschungsprojekte und "Overseas research programs" im Einzelnen aufzuführen würde den Rahmen eines Nachrufs sprengen. "Nebenher" gab er noch das Neue Jahrbuch für Geologie und Paläontologie heraus, leitete über mehrere Amtsperioden das Institut, war 1969/70 Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät, führte und organisierte einen DFG-Sonderforschungsbereich, war Präsident der Paläontologischen Gesellschaft und wissenschaftlicher Beirat anderer Institutionen.

Ein solches Wissenschaftlerleben und eine solche Lebensleistung auch nur annähernd auszumessen, Stationen zu benennen, Begegnungen zu umreißen und Inhalte auszuloten fällt nicht leicht. Als Feld-Paläontologe und Biologe lernte Adolf Seilacher die erdgeschichtlichen Systeme aller Kontinente kennen, tauchte in die Tiefen der Meere, in Korallenriffe genauso wie in die Tiefsee. Als Wissenschaftler und akademischer Lehrer hat er alle Kontinente erfahren, dort seine Anschauung geschärft und der akademischen Welt seine Erkenntnisse und stimulierenden Ideen weitergegeben. Als Autor und Museumsdidaktiker setzte er seine Vorstellungen in Sprache und Bild um und verband sie mit den fossilen Objekten. Person und Sache wurden in ihm zu einer Einheit, was jeder spürte, der sich von ihm in den Bannkreis der Erd- und Lebensgeschichte ziehen, sich "dolfisieren" ließ. Nun möchte ich aus dem Geflecht von Begabung und Erfahrung, von Orten und Namen, von Bildern und Strukturen einiges herauspräparieren und dabei auch Lebensspuren auffinden, um diese außergewöhnliche Vita zu würdigen.

Adolf Seilacher war ein Mensch, dem die Gabe des erkennenden Sehens gegeben war. "Zum Sehen geboren, zum Schauen bestellt", lässt Goethe den Türmer sprechen, der die Welt ermisst. Sehen ist aber nicht einfach Sehen, Sehen ist Schauen, Sehen soll der Schlüssel zum Verstehen sein. Seine Welt-Anschauung hat ihm vieles vor Augen geführt, was dem Daheimgebliebenen verborgen bleibt, und hat sein Auge geschult. So konnte er im Fremden immer wieder das Bekannte erkennen, im Spiegel des Fremden aber auch das Vertraute in anderem Gewande neu sehen und anders verstehen. Aus dem scharfen und kritischen Beobachten leitet sich das Verstehen her, das Verstehen der Struktur durch den Prozess, der sie hervorgebracht hat, der in der biologischen Form immanent enthalten ist. Dies hat ihn schon zu Beginn seines Wissenschaftlerlebens zu den Lebensspuren geführt, denn gerade die Spurenfossilien entsprechen ganz besonders Seilachers analytischem Geist und seiner Neugier und regten sein kriminalistisches Forschen immer aufs Neue an. Das Sehen führte ihn auch zum Erkennen des Schönen. Fasziniert den Fossiliensammler die Ästhetik seiner Funde, so erhob Adolf Seilacher die Schönheit der fossilen Form zum Objekt der Kunst, zur "Fossil Art". Mehr dazu weiter unten. In Datensätzen und Merkmalsmatrices ist diese Ästhetik jedenfalls nicht zu finden, denn dieser mathematisierten Richtung der Paläontologie fehlt das Anschauliche und deshalb konnte er dieser Methodik auch nur wenig abgewinnen. Ein Königsweg vom Sehen zum Erkennen ist die wissenschaftliche Zeichnung, die Reduktion auf das Wesentliche, auch auf das Typische. Anders als der Fotograf wählt der Zeichner aus, interpretiert, weist zu und lässt weg, was das Verständnis nicht fördert. In Seilachers Zeichnungen verdichtet sich der Verstehensprozess und wird zum Bild, zur Anschauung. Dafür entwickelte er einen eigenen, unverwechselbaren Zeichenstil, der in jeder seiner Arbeiten den Autor sofort zu erkennen gibt, ohne dass man nur ein Wort davon gelesen hätte. Virtuos beherrschtes Hilfsmittel wurde ihm dabei der Zeichenspiegel, den er vom Freiherrn von Huene geerbt und sich ganz zu eigen gemacht hat. Adolf Seilacher beherrschte aber auch das Wort, das gesprochene wie das geschriebene, und er schätzte das Wort und wägte es sorgfältig ab, im Deutschen wie im Englischen. Welcher Paläontologe kann sich schon rühmen, dass er wörterbuchtaugliche Begriffe wie "Fossillagerstätten" geprägt hätte, die für eine ganze Wissenschaft zu Fachtermini geworden sind, noch dazu ins Englische übertragen.

Das Wort und das Bild vereinen sich in der wissenschaftlichen Abhandlung. Im Museum kommt das Objekt hinzu, das originale Begegnung gewährt. Anders als bei Gemälden oder Skulpturen von Künstlerhand erschließt sich das paläontologische Objekt nicht allein aus seiner Ästhetik. Es braucht das erklärende Wort, das einerseits aufs Äußerste reduziert sein soll, andererseits verständlich sein muss, denn ins Museum kommen eben nicht nur Fachkollegen. Im Museum fügen sich Objekt und Wort und oft auch das Bild zu einer Projektionsfläche zusammen, auf der Prozesse lebendig werden können, wenn alles stimmig und gut gelungen ist. Wer heute durch das Museum des Tübinger Instituts geht, findet an allen Ecken noch Adolf Seilachers Signatur, die solchen Ansprüchen immer noch gerecht wird. Diese Fähigkeit des Zeigens, im Museum durch Jahre geübt, verdichtete er mit "Fossil Art" zur Kunstform und zum Programm. Für diese Ausstellung wählte er auf seinen Reisen aus aller Welt das Spektakuläre aus, ließ die Objekte selbst aber im Lande, zog nur ihre Oberfläche in Silikon ab und erhob sie so zum Kunstobjekt. Sein Präparator Hans Luginsland war dabei die ausführende Hand, der Crafoord-Preis, den ihm Schwedens König verliehen hat, die Börse, welche dieses Unterfangen erst ermöglichte. Mit noch warmer Hand vermachte er die Ausstellung, die rund um die Welt gegangen war, der Senckenberg-Gesellschaft. Mit "Fossil Art" hat Seilacher Grenzen zwischen Natur und Kunst überschritten, und dies war auch der Ansatz im Sonderforschungsbereich 230 zusammen mit dem Zeltdachkonstrukteur, dem Architekten Frei Otto. Hier galt es natürliche Strukturen zu analysieren und in architektonische Konstruktionen zu übersetzen. Die Methodik des Ingenieurs schärfte gleichzeitig Adolf Seilachers Blick auf bautechnische Lizenzen der verschiedensten Organismen. So erkannte er im Pneu die Struktur, die das Ammonitenseptum genauso formt wie den Plattenbau des Seeigels-Doms. Auch im Verhältnis zur natürlichen Schwesterwissenschaft, der Zoologie, sah er stets das Verbindende. Die historisch gewachsene Hausgemeinschaft und Partnerschaft mit der Geologie neigt ja allzu oft dazu, Organismen zu bloßen biostratigraphischen Indikatoren zu degradieren. Wie erfrischend wirkte da schon eine Abbildung, in der er links-rechts-Streifenmuster seines Zeigefingers mit Zebra-Gesichtern und Farbmustern auf Muschelschalen in Beziehung setzte.  

Adolf Seilacher hat auch in anderer Hinsicht Grenzen überschritten. Wo andere zum Halten kommen und sich mit alten Antworten zufrieden geben, da brach er die Konvention, indem er neue Antworten fand und gleich wieder neue Fragen stellte, Fragen nach dem Warum, nach dem Wozu, indem er nichts für selbstverständlich nahm, sondern wissen wollte, ob es nicht auch ganz anders geht. Mit diesem Querdenken näherte er sich den Vendobionten, indem er nicht wie andere versuchte, sie mit der bekannten Organismenwelt in Verbindung zu bringen, sondern indem er in ihnen eine völlig andere Lebensform sah, für die es keine späteren Muster mehr gibt. Wie aufrührerisch solche Gedanken sind, zeigt die wissenschaftliche Diskussion um die strukturlosen Steppmatratzen, die er damit entfachte. Denn wenn einer die Konvention durchbricht, bleibt es ja nicht aus, dass ihm dabei nicht alle folgen wollen. Und wenn er dann einen echten Volltreffer gelandet und eine neue Sicht auf die Dinge eröffnet hat, dann gilt auch unter Paläontologen, was man aus Politik und Wirtschaft, aus Kunst und Kultur, und eben auch aus der Wissenschaft sattsam kennt: Der Neid ist die ehrlichste Form der Anerkennung. Diese Erfahrung machte Dolf Seilacher sicher nicht nur einmal, zum Beispiel mit dem unseligen Belemnitenkrieg. Aber, nicht jeder ist zum Querdenken fähig oder bereit und die meisten halten sich lieber auf dem sicheren Boden des Faktischen und wagen nicht das Spekulative, ohne das aber auch nichts Neues entsteht.

Auch auf einem ganz anderen Feld verließ Adolf Seilacher die Konvention, nämlich im Verhältnis zu den Amateuren, den Sammlern. 1966, noch als Schüler, lernte ich als junger Muschelkalk-Adept den weltbekannten Professor kennen, der ohne akademischen Dünkel hörte und sah, was der Steineklopfer zu sagen und zu zeigen hatte. In Standeshierarchien zu denken schien ihm fremd. Über Jahrzehnte kam er im Januar zum Steigenclub, um dort in spannenden Vorträgen Versuchsballons für neueste Anschauungen steigen zu lassen. Wie oft zeigte er dort den schwäbischen Fossilienfreunden, was in ihren Sammelobjekten steckt, wieso eine Form so ist, wie sie ist, und welche Geschichte sie zu erzählen weiß. Vielen Sammlern hat er so das Auge für das Ungewöhnliche geschärft. Und die Sammler legten ihm denn auch ihre Funde vor, ohne Angst haben zu müssen, dass sie in musealen Schubladen verschwinden. Was ihn interessierte, das ist die Erkenntnis, zu der ein Objekt führen kann, und nicht das Objekt als Besitztum. Und was ihn am Sammler interessierte, das ist sein Potenzial, nicht sein Material. Gerne habe ich selbst diese Wertschätzung von ihm erfahren.

Nun noch ein paar Worte zum akademischen Lehrer. Professor Seilacher war begeisternd, weil er begeistert war. Er lebte ganz in dem, wovon er sprach, und das zeigte sich in Stimme und Gestus. Ob im Hörsaal oder beim Vortrag, ob im Gelände, wenn es um die Deutung eines Fossils ging, oder bei der Diskussion um eine wissenschaftliche Frage, stets war er höchst konzentriert, verlangte aber auch von seinem Gegenüber volle Konzentration. Wohl konnte ihm dabei in seiner Begeisterung für seine eigene aktuelle Fragestellung auch einmal entgleiten, was sein Gegenüber bewegte.

Doch zurück zu den Inhalten. Aus der Spurenkunde führte der Weg fast zwangsläufig zur Sedimentologie, die in Amerika zur Leitwissenschaft geworden war. Nie verlor Adolf Seilacher dabei aber den Bezug zum fossil gewordenen Organismus aus den Augen. So befasste er sich in den 60er Jahren mit Studien über sedimentologische und diagenetische Prozesse bei der Verfüllung und Fossilisation von Cephalopoden-Gehäusen, wie sie sich exemplarisch an den Steinkernen der Muschelkalk-Ceratiten ablesen lassen. Dass ich als Schüler mit dem Steinkern eines Perlschnur-Siphos von Germanonautilus ein kleines Mosaiksteinchen zu diesen Forschungen beitragen konnte, freut mich bis heute. In dieser Zeit sind dann auch Seilachers erste Arbeiten über Morphologie und Taphonomie benthischer und pseudoplanktonischer Crinoiden erschienen. Aus der Synthese von Sedimentologie und Fazieskunde einerseits und Fragen nach dem Zusammenspiel von Form und Funktion fossiler Organismen andererseits ist der Sonderforschungsbereich 53 "Palökologie" erwachsen, der von 1970 bis 1984 dieses Institut zu einem Zentrum der Paläontologie nicht nur in Deutschland, sondern weltweit gemacht hat. Als Sprecher und Koordinator hat Professor Seilacher ein kreatives Team von Wissenschaftlern am Institut ausgebildet und von außen an das Institut gezogen. Mit dem SFB 53 führte er sein Institut zur Avantgarde der internationalen Paläontologie, auch indem er Wissenschaftler aus aller Welt als Gastforscher an den Neckar holte und dort zahlreiche Tagungen und Workshops veranstaltete. Arbeiten aus den SFB-Projektbereichen Fossillagerstätten, Konstruktionsmorphologie, Fossildiagenese und Fossilvergesellschaftungen wirkten ihrerseits in die Welt hinaus und prägten eine ganze Ära der Paläontologie. Außer in den zahlreichen Einzelpublikationen wurde über die Ergebnisse in drei Bänden des Zentralblatts bzw. des Neuen Jahrbuchs für Geologie und Paläontologie berichtet. Einige von Seilachers Schülern, längst selbst Lehrstuhlinhaber, haben Geist und Inhalte des SFB weitergetragen und auf ihre Weise fortgeführt. Das konstruktive Klima und der offene Gedankenaustausch im SFB, an dem ich seit 1978 aus der Ferne als freier Mitarbeiter teilhaben durfte, haben mich in meinem Verständnis von organismischen Strukturen geprägt. Hier habe ich auch erlebt, wie Wissenschaft organisiert wird und wie man im Team arbeiten kann.

1987 institutionalisierte Adolf  Seilacher sein amerikanisches Engagement als Professor Adjunct an der Yale University in New Haven. Dort fand er auch in der Position des Curators einer der großen paläontologischen Sammlungen der Neuen Welt den direkten Zugang zu Schlüssel-Fossilien, genauso wie er sie seit Jahrzehnten in der Tübinger Sammlung herauszufinden wusste. Seine Lehrtätigkeit in Yale setzte er bis 2010 fort, zwanzig Jahre über seine Emeritierung in Tübingen hinaus. Vielen amerikanischen Studenten und Dozenten vermittelte er, was aus einem fossilen Objekt herauszuholen ist, auch ohne Mikrosonde oder Rasterelektronenmikroskop, und wie man zu Aussagen kommen kann, ohne in seitenlangen Merkmalsmatrices Zahlenmystik zu betreiben. 

Als Leitlinie von Adolf Seilachers wissenschaftlichem Oevre als Paläontologe, als Zoologe und als Sedimentologe zieht sich durch sein ganzes Leben als Roter Faden die Erforschung der Spurenfossilien, in denen sich Sedimentologie und Ethologie treffen, Biokonstruktion und Biofazies, und die damit klarer als andere Fossilien Habitate der Vergangenheit erschließen. Mit diesen Fragestellungen ging er ins Wattenmeer und tauchte in die Tiefsee und kam dabei zu allgemeingültigen Aussagen über Spurenassoziationen in Raum und Zeit. So nimmt es nicht Wunder, wenn viele die Ichnologie mit seinem Namen gleichsetzen. Krönung seines Spurenwerks ist sein Buch "Trace Fossil Analysis", das 2007 erschienen ist. Durch das weite Feld der Funktionsmorphologie zieht sich in seinem Werk die Frage, wie Organismen ihre bautechnischen Lizenzen veränderten, anpassten, aufgaben oder ganze Organe völlig umfunktionierten. Als Beispiele seien die Gesetzlichkeiten der Hierarchisierung von Molluskengehäusen, die sekundäre Weichbodenbesiedlung, die Radiation der Sanddollars, die spannende Analyse des morphogenetischen Countdowns zu nennen, die zu verstehen gibt, wann ein Ammonit sein Spiralwachstum verlässt oder wann eine Meeresschnecke ausschert und ihr Gehäusewachstum spektakulär beendet. Auch die Erforschung der biologischen Selbstorganisation, meisterhaft am Paradigma des Pneus aufgezeigt, oder an den divarikaten Farbmustern von Muscheln, überhaupt die Musterbildung bei Wirbellosen und Wirbeltieren führen zu einem generalisierten Verständnis natürlicher Prozesse. Aus dem SFB 53 entstanden sind Begriff und Typologie der Fossillagerstätten und ihrer Genese. Auch hier boten die Beispiele gleich vor der Haustür den Schlüssel, sei es nun der Posidonienschiefer oder das Gmünder Echinodermenlager für die Konservatlagerstätten, seien es Bonebeds oder Crinoidenkalke für die Konzentratlager. Als Paradigmen für ihren Typus machte Seilacher diese Beispiele in der ganzen Welt bekannt. Schließlich führte ihn die Faszination für die ältesten Lebensformen tief ins Präkambrium und in die entlegensten Gegenden der Erde. Der Crafoord-Preis ermöglichte hier manche Reise und bereicherte "Fossil Art" um spektakuläre Stücke.

Wofür war Professor Seilacher denn nun Spezialist, möchte man fragen? Üblich ist es ja, dass ein Wissenschaftler sich ein Leben lang einer bestimmten Gruppe zuwendet, sie zu seiner Gruppe macht und so zum Spezialisten für Ammoniten der späten Trias oder für Brachiopoden aus dem Ordovizium wird. Wenn man in sein Schriftenverzeichnis schaut, dann findet man ein unglaubliches Spektrum, das von den Seeigeln zu den Seelilien, von Ammoniten zu Schwämmen, von Muscheln zu den Vendobionten führt, und natürlich immer wieder Spurenfossilien. Allen diesen Arbeiten ist aber gemeinsam, dass sie sich nicht in deskriptiver Beschreibung erschöpfen, sondern dass in allen behandelten Gegenständen die Genese von Strukturen und Mustern im Mittelpunkt steht. Dabei missachtete er keineswegs die Arbeit des Taxonomen, der ein Leben lang die Kenntnis seiner Gruppe vertieft, sondern fragte ihn um Rat, wo es um Spezialkenntnisse ging, ohne die die Interpretation von Strukturen spekulativ wäre. Allerdings verstand er viele Gruppen besser als mancher Spezialist, der den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Wofür war Adolf Seilacher also Spezialist? Ich denke, für das Verstehen der biologischen Form in ihrer Umwelt, in ihrer Funktionalität, in ihrer zeitlichen Entwicklung, und das durch alle Gruppen, durch alle Zeiten, großartig erläutert an Beispielen aus aller Welt.

Bei Adolf Seilachers internationaler Wirkung und bei seiner vielfachen Verflechtung in der Welt der Paläontologie blieb es nicht aus, dass seine Lebensleistung mit Preisen und Medaillen gewürdigt wurde. Und auch da hielt er reiche Ernte: Akademiemitgliedschaften, Gesellschaftpreise und Medaillen, Ehrenmitgliedschaften - 1994 auch die unserer Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg. Alles was die Paläontologie an Auszeichnungen zu geben hat, durfte er erfahren, und das nicht nur im Ausland, sondern auch im eigenen Land, zuletzt verlieh noch 2013 die Paläontologische Gesellschaft ihrem Ehrenmitglied die neue geschaffene Jaekel-Medaille. Am bemerkenswertesten, und das sicher nicht nur, weil mit einem Preisgeld von 2,5 Millionen Schwedenkronen verbunden - das sind etwa 320.000 EURO -, war der Crafoord-Preis, den Professor Seilacher 1992 aus der Hand von König Karl-Gustav von Schweden entgegen nahm. Ich erinnere mich an die Trompeten, die den König und seinen Tross ankündigten, und wie sich der ganze Saal erhob. Das Preisgeld ließ er wieder der Paläontologie zufließen und finanzierte damit seine Ausstellung "Fossil Art" und das Crafoord-Symposium, das alle zwei Jahre in Tübingen veranstaltet wird und renommierte Redner an den Neckar führt.

Adolf Seilacher war hochgradig sachbezogen. Über Befindlichkeiten zu reden, war nicht seine Sache, auch nicht über die seiner Gesundheit, selbst dann nicht, wenn ihm wieder ein schwerer chirurgischer Eingriff bevorstand. Gerne erzählte er aber über Begebenheiten und Erlebnisse von seinen Reisen und Auslandsaufenthalten, sofern sie mit Sachen verbunden waren. Mit Äußerungen über andere Menschen hielt er sich zurück, doch wusste er die Leistung anderer durchaus zu würdigen. Missgunst und Misstrauen waren ihm fremd. Ganz besonders zeichnete ihn aus, dass er nie Erkenntnisse und Ergebnisse seiner Mitarbeiter als Co-Autor beanspruchte. Er stimulierte sie vielmehr mit seinen Ideen, gab ihnen bereitwillig sein Wissen und seine Erfahrung weiter und sah gerne, was sie aus seinen Impulsen dann machten. Zu Adolf Seilachers Sachbezogenheit im Denken und Empfinden, zu seiner Präzision in Form und Ausdruck passte, dass er auch die Pointierung schätzte und stets für einen guten Witz zu haben war. Hinzu kam die Freude am Rätseln, nicht nur über Spurenplatten, sondern auch am ZEIT-Rätsel, das lange Jahre die Kaffeerunden im Hause Seilacher mit Frau Schindewolf und Wolf-Ernst und Rosemarie Reif zum Wettbewerb im Querdenken gemacht hat. Leidenschaften? Ja, stinkende Stumpen zu rauchen, sie am Eingang zum Aufschluss zu deponieren, um sie nach getaner Arbeit wieder anzustecken. In manchem Buch, das ich von ihm erbte, schwebt noch ein feiner Hauch von Brasil und Sumatra. Und Dolf Seilacher ist auch leidenschaftlicher Sammler geblieben, allerdings nicht von Fossilien, sondern von mesopotamischen Rollsiegeln, diesen kleinen in Stein geschnitzten Geschichten aus dem alten Orient, die er in Bagdad lieben lernte. Eine Leidenschaft teilte er mit seiner Frau Edith: das Tanzen, solange das Knie noch mitmachte.

Hinter jedem großen Mann steht eine starke Frau, heißt es zu Recht. Dolf und Edith Seilacher hatten sich 1956 auf einer Exkursion der Paläontologischen Gesellschaft bei Senckenberg am Meer kennen gelernt und 1957 geheiratet. Frau Seilacher-Drexler, selbst promovierte Mikropaläontologin, verzichtete auf eine eigene Universitätskarriere, erzog die Kinder Ulrike und Peter, begleitete ihren Mann rund um die Welt und sah im Tübinger Haus nach dem Rechten. Auch die Kinder sind diese Stationen mitgegangen, ohne zu Nomaden zu werden, aber sie konnten die Welt erleben, wie andere es sich nicht erträumen können. Ein Leben lang hielt Frau Seilacher ihrem Mann den Rücken frei und organisierte das tägliche Leben und all die Dinge, für die Dolf wenig Sinn hatte. Frau Seilacher sorgte dafür, dass das Haus in der Engelfriedshalde - wie auch die Wohnung in New Haven - stets ein offenes Haus für Gäste aus aller Welt war und oft zum "Think Tank" für neue Ideen werden konnte, aber auch zum mittäglichen Rückzugsraum. Sie machte auch - wie Jahre zuvor seine Sekretärin Frau Himmel - seine Manuskripte im Computerzeitalter druckfertig, denn längst gab es kein Lektorat mehr, das Handschriftliches - in Sütterlin - angenommen hätte. Dolf Seilacher war die Gnade eines hohen Alters gewährt. Einen Teil seines Lebenswerks konnte er im Spurenbuch "Trace Fossil Analysis" noch selbst zum Abschluss bringen, das lange geplante Morphodynamik-Buch wird postum erscheinen. Wenn ein wissenschaftliches Lebenswerk seine endgültige Form zwischen zwei Buchdeckeln gefunden hat, dann ist die Synthese gelungen.

Was bleibt, ist die Erinnerung. Wie gerne bin ich - oft auch mit meiner Frau - zum Kaffee bei Seilachers erschienen, und wir haben nicht nur über Seelilien und Ceratiten parliert. Dolf und Edith Seilacher sind uns zu geistigen Zieheltern geworden, und für diese Adoption danke ich von Herzen. Doch die letzte gemeinsame Kafferunde hatte etwas Schmerzliches. Dolfs brillanter Geist, das sprühende Funkeln der Ideen und Pläne war erloschen, und auch die Vergangenheit war am Verschwimmen. Dennoch, länger als viele andere, deren Schaffenskraft schon in jungen Jahren versiegt, durfte Adolf Seilacher sich bis ins hohe Alter höchster Kreativität und Innovationskraft erfreuen. Das war eine Gnade. Nach den schweren Operationen der letzten Jahre habe ich aus seinen Worten zuvor unbekannte Töne gehört. Er räsonierte nicht mehr über den Tod der Organismen und seine Leben erhaltende Wirkung, sondern über die eigene Endlichkeit und fragte leise nach letzten Dingen. Auch diese Rätsel haben sich ihm jetzt gelöst.

Was bleibt: Die Erinnerung an einen großen Mann, sein wissenschaftliches Werk, dessen Spuren gelesen werden, solange es noch Paläontologen gibt. 

 

Publikationen von A. Seilacher

zusammengestellt von Dr. Edith Seilacher-Drexler

Seilacher, A. (1943): Elasmobranchierreste aus dem oberen Muschelkalk und dem Keuper Württembergs. - Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und  Paläontologie,  Mh., 1943 (B): 256-271, 273-292.

Seilacher, A. (1948): Ein weiterer altertümlicher Elasmobranchier (Phoebodus keuperinus n. sp.) aus dem Württembergischen Gipskeuper. - Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und Paläontologie, Monatshefte, 1945-1948: 24-27.

Seilacher, A. (1951): Der Röhrenbau von Lanice conchilega (Polychaeta). Ein Beitrag zur Deutung fossiler Lebensspuren. - Senckenbergiana, 32: 267-280.

Seilacher, A. (1953): Studien zur Palichnologie. I. Über die Methoden der Palichnologie. - Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie, Abhandlungen, 96: 421-452.

Seilacher, A. (1953): Studien zur Palichnologie. II. Die fossilen Ruhespuren (Cubichnia). - Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie, Abhandlungen, 98: 87-124.

Seilacher, A. (1953) Der Brandungssand als Lebensraum in Gegenwart und Vorzeit. - Natur und Volk, 83: 263-273.

Seilacher, A. (1954): Die geologische Bedeutung fossiler Lebensspuren. - Zeitschrift der deutschen Geologischen Gesellschaft, 105: 214-227.

Seilacher, A. (1954). Okologie der Triassischen Muschel Lima lineata (Schloth.) und ihrer Epöken. - Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie, Monatshefte, 1954:163-183.

Seilacher, A. (1955): Spuren und Lebensweise der Trilobiten. - In: Schindewolf, O. H & Seilacher, A. (Hrsg.):Beiträge zur Kenntnis des Kambriums in der Salt Range (Pakistan). - Akad. Wiss. Lit. Mainz, Abh. math.-naturw. Kl. 1955: 324-327.

Seilacher, A. (1955): Spuren und Fazies im Unterkambrium. - In: Schindewolf, O. H & Seilacher, A. (Hrsg.): Beiträge zur Kenntnis des Kambriums in der Salt Range (Pakistan). -  Akad. Wiss. Lit. Mainz, Abh. math.-naturw. Kl. 1955: 373-399.

Seilacher, A. (1956): Ichnocumulus n. g., eine weitere Ruhespur des schwäbischen Jura. - Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie, Monatshefte, 1956: 153-159.

Seilacher, A. (1956): Der Beginn des Kambriums als biologische Wende. - Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie, Abhandlungen, 103: 155-180.

Seilacher, A. (1957): An-aktualistisches Wattenmeer? - Paläontologische Zeitschrift, 31:198-206.

Seilacher, A. (1958): Zur Ökologischen Charakteristik von Flysch und Molasse. - Eclogae geologicae Helvetiae, 5l: 1062-1078.

Seilacher, A. (1959): Vom Leben der Trilobiten. - Naturwissenschaften, 46: 389-393.

Seilacher, A. (1959). Fossilien als Strömungsanzeiger. - Aus der Heimat, 67: 170-177.

Seilacher, A. (1959): Schnecken im Brandungssand. - Natur und Volk, 89: 359-366.

Seilacher, A. (1960): Epizoans as a key to ammonoid ecology. - Journal of Paleontology, 34: 189-193.

Seilacher, A. (1960): Strömungsanzeichen im Hunsrückschiefer. - Notizblatt des hessischen Landesamts für Bodenforschung, 88: 88-106.

Seilacher, A. (1960): Lebensspuren als Leitfossilien. - Geologische Rundschau, 49: 41-50.

Seilacher, A. (1961): Ein Füllhorn aus dem Hunsrückschiefer. - Natur und Volk, 91: 15-19.

Seilacher, A. (1961): Krebse im Brandungssand. - Natur und Volk, 91: 257-264.

Seilacher, A. (1961): Holothurien im Hunsrückschiefer (Unter-Devon). - Notizblatt des hessischen Landesamts für Bodenforschung, 89: 66-72.

Seilacher, A. (1962): Paleontological studies on turbidite sedimentation and erosion. - J. Geol., 70: 227-234.

Seilacher, A. (1962): Die Sphinctozoa, eine Gruppe fossiler Kalkschwämme. - Akad. Wiss. Lit. Mainz, Abh. math.-naturw. Kl., 1961: 722-790.

Seilacher, A. (1962): Form und Funktion des Trilobiten-Daktylus. - Paläontologische Zeitschrift (H. Schmidt Festband): 218-227.

Seilacher, A. (1963): Lebensspuren und Salinitäts-Fazies. - Fortschritte der Geologie von Rheinland und Westfalen, 10: 81-94.

Seilacher, A. (1963): Kaledonischer Unterbau der Irakiden. - Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie, Monatshefte, 10: 527-542.

Seilacher, A. (1963): Umlagerung und Rolltransport von Cephalopoden-Gehäusen. - Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie, Monatshefte, 11: 593-615.

Seilacher, A. (1964): Biogenetic sedimentary structures. -  In: Imbrie, J.& Newell, N. (eds.): Approaches to Paleoecology: 296-316. New York (Wiley).

Seilacher, A. (1964): Sedimentological classification and nomenclature of trace fossils. - Sedimentology, 3: 253-256.

Seilacher, A. & Meischner, D. (1964): Fazies-Analyse im Paläozoikum des Oslo-Gebietes. - Geologische Rundschau, 54: 596-619.  

Seilacher, A. 1966. Lobenlibellen und Füllstrukturen bei Ceratiten. - Neues Jahrbuch für Geologie und Paläontologie, Abhandlungen, 125: 480-488.

Seilacher, A. & Hemleben, C. (1966): Beitrage zur Sedimentation und Fossilführung des Hunsrückschiefers. 14. Spurenfauna und Bildungstiefe der Hunsruekschiefer (Unter-Devon). - Notizblatt des hessischen Landesamts für Bodenforschung, 94: 40-53.

Seilacher, A. (1967): Tektonischer, sedimentologischer oder biologischer Flysch? - Geologische Rundschau, 94:40-53.

Seilacher, A. (1967): Vorzeitliche Mäanderspuren. -  In: Hediger, H. (Hrsg.), Die Straßen der Tiere: 294-306. Braunschweig.  

Seilacher, A. (1967): Bathymetry of trace fossils. - Marine Geology, 5: 413-428.

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Dr. Hans Hagdorn, Muschelkalkmuseum Ingelfingen

 

 

 

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